DIE SCHÖNHEIT DER WELT VERANTWORTUNGSVOLL FESTHALTEN
EIN LEITFADEN FÜR NACHHALTIGES FOTOGRAFIEREN
VON KRISZTIAN TOTH
Hallo, liebe Kreative und Klimakämpfer!
Ich heiße Krisz, bin 26 Jahre alt und freiberuflicher Fotograf. Meine Leidenschaft ist es, die Schönheit der Welt auf möglichst nachhaltige Weise festzuhalten. Dabei ist es mir wichtig, dass ich der Natur durch meine kreative Tätigkeit nicht schade. Aus diesem Grund habe ich meine Arbeit als Fotograf auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.


IIn diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Vorteile die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit sich bringt, welche Vorteile erneuerbare Energiequellen bieten und wie wichtig es ist, die richtige Ausrüstung zu wählen. Diese Tipps helfen Ihnen nicht nur, die Umweltbelastung zu reduzieren, sondern auch Ihre Kreativität und Ihre Verbundenheit mit der Natur zu fördern.
Doch noch eine Sache, bevor ich ins Thema einsteige: Ich will Ihnen gegenüber offen sein – mein Unternehmen ist nicht zu 100 % nachhaltig ... noch nicht. Wie viele von uns lerne auch ich ständig dazu und strebe danach, mich zu verbessern. Jeder Tag bietet neue Chancen, bewusstere Entscheidungen zu treffen, und ich werde mein Bestes tun, um ein vollständig nachhaltiges Fotografie-Business aufzubauen.
Doch nun schauen wir uns an, wie auch Sie mit nachhaltiger Fotografie beginnen können.


1. Tipp | Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
Zunächst einmal müssen Sie irgendwie zum Ort Ihres Fotoshootings kommen. Ich lebe in einem städtischen Gebiet mit einem guten öffentlichen Nahverkehrssystem, sodass dies mein bevorzugtes Verkehrsmittel ist. Das verringert nicht nur meinen CO2-Fußabdruck, sondern gibt mir auch die Möglichkeit, meine Umgebung besser zu beobachten und unterwegs unerwartete Fotomotive zu finden.
Außerdem hat es etwas Poetisches, die Welt aus dem Fenster eines Busses zu beobachten, die Kamera in der Hand und bereit, den Moment einzufangen. Diese Momente, die man quasi „einfriert“, machen den Reiz nachhaltiger Fotografie aus. Und wenn öffentliche Verkehrsmittel nicht infrage kommen, würde ich mir eine Mitfahrgelegenheit mit anderen Kreativen suchen oder mit dem Fahrrad zu meinem nächsten Shooting fahren, sofern es in der Nähe ist.


2. Tipp | Nachhaltiges Energiemanagement
Die Kameraausrüstung ist mitunter ein ziemlicher Stromfresser und meine Ausrüstung muss immer aufgeladen sein. Natürlich ist es am einfachsten, sie über eine Steckdose zu laden. Aber ist das auch nachhaltig, habe ich mich gefragt. Die Antwort lautet: Nein. Also habe ich in tragbare Solarladegeräte und Akkupacks investiert, um meine Ausrüstung mit Strom zu versorgen. Diese praktischen Geräte ermöglichen es mir, meine Ausrüstung unterwegs aufzuladen – und dazu noch mit besseren Energiequellen.
Letzten Sommer habe ich auf eine einwöchige Wandertour in Schweden ein Solarladegerät mitgenommen – eine kluge Entscheidung, wie sich herausstellte. So blieb meine Ausrüstung auch ohne Zugang zu einer herkömmlichen Steckdose die ganze Zeit über mit Strom versorgt. Es ist erstaunlich, wie viel wohler und naturverbundener man sich fühlt, wenn man buchstäblich die Sonne als Treibstoff für seine Kreativität nutzt.


3. Tipp | Umweltfreundliche Ausrüstung
Wenn es an der Zeit ist, Geräte aufzurüsten oder neu anzuschaffen, versuche ich immer, die Umweltauswirkungen meiner Entscheidungen zu berücksichtigen. Ich suche nach Herstellern, die bei ihrer Produktion auf Nachhaltigkeit achten, und nach Marken, die Ausrüstung aus recycelten Materialien oder mit einem geringeren CO2-Fußabdruck anbieten.
Nachdem ich mir zum Beispiel immer mehr Ausrüstung zugelegt hatte, wurde meine erste Kameratasche zu klein. Zum Glück hat Lowepro gerade Taschen aus recycelten Stoffen herausgebracht, gekennzeichnet durch die die mit meinen eigenen Werten im Einklang stehen. Das kam mir bei meinem nächsten Kauf sehr entgegen. Und meine alte Tasche wurde zu einem tollen Secondhand-Geschenk für einen befreundeten Fotografen.


Außerdem habe ich festgestellt, dass es mir eine langlebige und zweckmäßige Ausrüstung wie die erlaubt, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und nachhaltige Fotografien von höchster Qualität zu kreieren.


4. Tipp | Verantwortungsvoll Drucken
Das Ausdrucken von Fotos ist oft einer der umweltschädlichsten Aspekte der Fotografie – aber das muss nicht sein. Entscheiden Sie sich deshalb für Services, die nachhaltige Druckoptionen anbieten, z. B. Recyclingpapier oder Druckfarben auf Sojabasis. Noch besser ist es, sich auf die wirklich außergewöhnlichen Aufnahmen zu beschränken, die es verdient haben, ausgestellt zu werden, um Abfall und übermäßige Kohlenstoffemissionen zu vermeiden.
Auch wenn der Druck nach wie vor eine ökologische Herausforderung darstellt, gibt es täglich neue Innovationen im kreativen Bereich, also halten Sie die Augen offen.


5. Tipp | Einen nachhaltigen Lebensstil führen
Eine der besten Möglichkeiten, die Wirkung Ihrer Bemühungen noch zu verstärken, ist, über die Fotografie hinauszugehen. Als freiberuflicher Fotograf betrachte ich meinen Beruf als meinen Lebensstil, und ich bin sicher, viele von Ihnen tun das auch. Mit einem nachhaltigen Lebensstil in allen Aspekten meines Lebens kann ich wirklich sicherstellen, dass meine Fotografie und meine kreativen Dienstleistungen umweltfreundlich sind.
Meinen Weg zu einem umweltfreundlicheren Lebensstil zu teilen, hat andere dazu motiviert, ähnliche Schritte zu unternehmen. Ich hoffe, ich konnte Sie mit diesem kleinen Leitfaden dazu inspirieren, selbst nachhaltiger zu fotografieren. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass unser Planet so schön bleibt wie auf unseren Fotoaufnahmen!


Über Krisztian
Als professioneller Fotograf bin ich darauf spezialisiert, einen detailgetreuen und nachhaltigen Service für ethische Marken zu liefern. Als Teenager habe ich in verschiedenen Ländern Europas gelebt, aber jetzt nenne ich die Niederlande mein Zuhause, wo ich alle meine Projekte an einigen der schönsten Orte verwirkliche. Ich genieße es, mit einem selbst umgebauten Wohnmobil durch Europa zu reisen, wodurch meiner Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.